Hilfe bei Beschwerden
Zwölf Ratgeber für Hunde, deren Bewegungsapparat Unterstützung braucht. Zu jedem Thema finden Sie: was Sie beobachten können, was dahinterstecken kann, was im Alltag etwas ändert — und woran Sie erkennen, dass es in die Praxis gehört.
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Wann Sie nicht abwarten sollten
Rufen Sie Ihre Praxis an oder fahren Sie in die nächste Tierklinik, wenn eines davon auftritt: Ihr Tier kann plötzlich nicht mehr aufstehen oder laufen, es belastet ein Bein gar nicht mehr, es schwankt oder fällt um, es schreit oder jault bei Bewegung, es setzt Kot oder Urin unkontrolliert ab, oder die Hinterhand ist plötzlich schwach oder gefühllos. Bei Dackeln, Französischen Bulldoggen und Möpsen zählt bei plötzlichen Rückenproblemen jede Stunde.
Nach Situation
Sie sehen etwas und wissen nicht, was Sie tun sollen. Hier fangen die meisten an.
Der Hund kommt schlecht hoch
Mehrere Anläufe, wegrutschende Hinterhand, morgens schlechter als abends. Boden, Liegeplatz, Krallen — und wie Sie richtig helfen.
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Er bleibt vor der Treppe stehen oder springt nicht mehr ins Auto. Treppe sichern, Rampe richtig wählen, stützen statt ziehen.
WeiterlesenRutschiger Boden in der Wohnung
Laminat, Fliesen, Parkett: die Wohnung Raum für Raum, welche Materialien wirklich taugen und welche nur so aussehen.
WeiterlesenRichtig heben und stützen
Wo Sie anfassen dürfen und wo nicht, wie Sie Ihren eigenen Rücken schonen und wann ein Handtuch reicht — und wann nicht.
WeiterlesenNachlassende Mobilität im Alter
Kürzerer Radius, unsichere Hinterhand, schleifende Krallen. Warum „er wird halt alt“ keine Diagnose ist.
WeiterlesenDen Hund richtig messen
Brustumfang, Rückenlänge, Halsumfang: die Anleitung, die sonst versteckt in der Packung liegt, plus die vier häufigsten Messfehler.
WeiterlesenNach Krankheitsbild
Sie haben eine Diagnose bekommen und möchten verstehen, was jetzt kommt. Diese Seiten erklären, was üblicherweise passiert — sie stellen keine Diagnose und ersetzen keine Untersuchung.
Arthrose beim Hund
Was Gelenkverschleiß bedeutet, welche Zeichen früh auffallen und welche Stellschrauben es im Alltag gibt.
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Warum sie oft erst spät auffällt, was Erbanlage und was Aufzucht beeinflusst und was die Grade A bis E aussagen.
WeiterlesenKreuzbandriss
Warum das Kreuzband beim Hund anders reißt als beim Menschen, wie untersucht wird und was in der Praxis abgewogen wird.
WeiterlesenBandscheibenvorfall
Das zeitkritischste Thema hier. Die Zeichen, die keinen Aufschub dulden, und was strikte Boxenruhe praktisch bedeutet.
WeiterlesenDie Zeit nach einer Operation
Was Sie vor dem Eingriff zu Hause vorbereiten, wie die ersten Wochen ablaufen und warum der Belastungsplan aus der Praxis kommt.
WeiterlesenTierphysiotherapie
Was in einer Behandlung passiert, wer das in Deutschland anbieten darf und woran Sie eine gute Praxis erkennen.
WeiterlesenKurz erklärt
Begriffe, die Ihnen in der Praxis oder im Befund begegnen — in einem Satz, ohne Fachjargon.
- Propriozeption
- Die Wahrnehmung des Körpers für die eigene Stellung im Raum — also die Information, wo Pfote und Gelenk gerade sind, ohne hinzusehen. Training auf instabilem Untergrund spricht diese Wahrnehmung an und ist deshalb ein fester Baustein der Tierphysiotherapie.
- Chondrodystrophie
- Eine genetisch bedingte Wachstumsform mit verkürzten Gliedmaßen, wie sie bei Dackel, Französischer Bulldogge, Mops, Beagle oder Pekinese vorkommt. Sie geht mit einer früher einsetzenden Veränderung der Bandscheiben einher.
- Muskelatrophie
- Der Rückgang von Muskelmasse, wenn Muskulatur über längere Zeit nicht benutzt wird. Bei Hunden fällt sie meist zuerst an der Hinterhand auf: Eine Seite wirkt schmaler als die andere.
- Lahmheit
- Eine sichtbare Abweichung im Gangbild. In der Praxis wird sie in Graden beschrieben — von einer nur bei genauem Hinsehen erkennbaren Unregelmäßigkeit bis zur vollständigen Nichtbelastung eines Beins.
- Boxenruhe
- Eine ärztlich angeordnete, sehr strikte Bewegungseinschränkung über einen festgelegten Zeitraum. Sie ist keine Nebensache neben der eigentlichen Behandlung, sondern selbst ein Teil davon.
- Unterwasserlaufband
- Ein Laufband in einem Becken. Der Auftrieb des Wassers verringert das Gewicht, das die Beine tragen, und der Wasserwiderstand verlangsamt die Bewegung. Die Höhe des Wasserstands verändert beides.
- Cavaletti-Arbeit
- Das Gehen über niedrig gelegte Stangen in gleichmäßigem Abstand. Der Hund muss die Pfoten bewusst anheben, statt sie im gewohnten Muster durchschwingen zu lassen.
- Propriozeptives Defizit
- Der Befund, dass ein Tier die Stellung einer Pfote nicht mehr zuverlässig wahrnimmt. In der neurologischen Untersuchung wird das unter anderem durch das Umdrehen der Pfote geprüft.
- Konservative Behandlung
- Jede Behandlung ohne Operation. Was dazugehört, hängt vom Befund ab und wird in der Praxis festgelegt.
- HD-Grade A bis E
- Eine Einteilung des Röntgenbefunds an den Hüftgelenken, wie sie in der Zuchtzulassung verwendet wird. Sie beschreibt das Bild, nicht die Beschwerden — ein Hund mit auffälligem Befund kann beschwerdefrei laufen und umgekehrt.
Häufige Fragen
Mein Hund lahmt seit gestern. Muss ich sofort zum Tierarzt?
Woran erkenne ich, dass mein Hund Schmerzen hat?
Ist Bewegung bei Gelenkproblemen gut oder schlecht?
Wie hebe ich meinen Hund richtig hoch?
Was kann ich zu Hause sofort ändern?
Woran erkenne ich, dass es das Alter ist und nicht eine Erkrankung?
Soll ich vor dem Tierarztbesuch etwas vorbereiten?
Sind Ihre Ratgeber von einem Tierarzt geschrieben?
Verkaufen Sie hier etwas?
Ersetzen ORVETA-Produkte eine Behandlung?
Wichtig
Ersetzt keine tierärztliche Behandlung. Anwendung und Belastungsdauer stimmen Sie bitte mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt ab.
Die Texte in diesem Bereich beschreiben Alltagssituationen und allgemein bekannte Vorgehensweisen. Sie sind keine medizinische Beratung, stellen keine Diagnose und ersetzen keine tierärztliche Untersuchung.